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- Veröffentlicht am Freitag, 14. März 2014 13:44
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Geld anlegen bei der Wohnungsbaugenossenschaft vor Ort
Festgeldanlagen sind zwar durch ihre staatliche Einlagensicherheit ausgesprochen sicher, aber leider sehr unrentabel. Die Zinssätze liegen beim Festgeld für 12 Monate zwischen 0,5 und bestenfalls 1 Prozent.
Doch auch wenn das Bedürfnis nach Sicherheit aktuell über dem Wunsch nach möglichst hohen Renditen steht – auf Gewinne aus dem eigenen Kapital müssen Anleger nicht ganz verzichten.
Beliebt wie nie sind Anlagen in Immobilien, doch die kommen nicht für jeden in Frage. Eine nicht sehr verbreitete Anlageform, sind Spareinlagen bei Wohnungsbaugenossenschaften. 3 Prozent Zinsen zahlt beispielsweise manche Wohnungsgenossenschaft, bei einer Laufzeit von 2 Jahren. Die Anlageform ist eine echte win-win-situation, denn sowohl die Wohnungsgenossenschaften als auch die Anleger profitieren von den günstigen Konditionen: Die Wohnungsgenossenschaften profitieren von dem Geld und nutzen es (ausschließlich) für ihren Immobilienbestand. Die Zinsen, die die Genossenschaften an ihre Anleger zahlen, sind deutlich niedriger als bei Bankkrediten. Im Gegenzug liegen diese Zinsen jedoch über den Zinssätzen, die Banken an Kunden zahlen, die Geld anlegen wollen.
Sicherheit für die Geldanleger bieten die Immobilien
Zusätzlich wissen die Anleger bei Genossenschaften, was mit ihrem Geld geschieht. Es darf nur zweckgebunden genutzt werden, Spekulationen wie bei den Banken üblich, stehen bei den Genossenschaften gar nicht zur Debatte und sind auch nicht erlaubt.
Das Thema Sicherheit steht positiv im Raum, denn auch, wenn die Wohnungsgenossenschaften das Vermögen ihrer Anleger nicht per gesetzlicher Einlagensicherung schützen können und auch keine verbandseigenen Sicherungsfonds gibt – das Risiko, das Anleger eingehen, ist verschwindend gering. Die Sicherheit besteht in den Immobilienwerten, die im Besitz der Genossenschaft sind. Damit verfügen sie sogar über ein dreimal höheres Eigenkapital als Privatbanken. Kontrolle über die Jahresabschlüsse übt zudem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen aus.
Worauf man unbedingt achten muss !!
Anleger sollten nur, bevor sie einer Genossenschaft ihr Geld anvertrauen, einige grundlegende Aspekte beachten, die dazu beitragen, die Konditionen zu vergünstigen oder aber die Sicherheit zu erhöhen. Zum einen ist es üblich, dass man einer Wohnungsgenossenschaft erst einmal beitreten muss, um dann bei ihre Geld zu investieren. Die Höhe dieser Genossenschaftsanteile kann sehr unterschiedlich ausfallen. Die gezahlten Anteile aber nicht verloren. Wer aus der Genossenschaft austritt, bekommt sie wieder zurück. Zu bedenken ist auch, dass nicht jede Wohnungsgenossenschaft überhaupt die Möglichkeit einer Festanlage bietet. Gerade mal 50 Genossenschaften von 2000 machen Offerten an Anleger. Bei diesen sollten Anleger sich immer darüber informieren, mit welcher Laufzeit sie für das Festgeld rechnen müssen, ob es eine Mindesteinlage gefordert wird und wie hoch diese ist und wie flexibel gekündigt werden kann.
Da die Sicherheit für das eingezahlte Geld die Immobilien der Wohnungsbaugesellschaft sind, sollte darauf geachtet werden, das die gewählte Gesellschaft einen möglichst hohen eigenen Immobilienbestand hat.
Beispiel:
Eine Gesellschaft mit 20.000 eigenen Wohnungen in einer Grossstadt, bietet natürlich eine höhere Sicherheit als eine Gesellschaft mit 500 eigenen Wohnungen in strukturschwacher ländlicher Lage.
Man sollte sich auch über Verbindlichkeiten der Genossenschaft und sonstiges erkundigen. Auf alle Fälle so viel Informationen wie möglich einholen.
Günstig ist, wenn die Wohnungsbaugenossenschaft Ihren Sitz nicht weit weg vom eigenen Wohnort hat. So kommt man schnell an aktuelle Infos.
