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Wassersparen   nicht   übertreiben

Das Sparen  von  Wasser ist nicht immer notwendig,  es kann sogar  zu  insgesamt  höheren  Kosten führen.  Deutschland  mit seinem gemässigten Klima, ist ein  sehr wasserreiches Land.  Das Wassernetz  ist für eine bestimmte  Durchflussmenge  ausgelegt.   Wenn  zu wenig  Wasser  durch die  Rohre fliesst,   können sich Keime und Ablagerungen bilden und  somit  die Qualität des  Wassers verschlechtern.  Dies gilt  für Trinkwasser und auch für Abwasserleitungen.

Natürlich  ist die Qualität des Trinkwassers  immer gewährleistet,  die Wasserversorger spülen  bei Bedarf  die  Rohe und Abwasserrohre mit  Trinkwasser.  Die  Kosten  dieser Spülung  der Rohre  werden natürlich   auf die Abnehmer umgelegt und  erhöhen die Preis  für das Trinkwasser.

In   1991  wurde  noch mit  ca. 144  Liter pro Bürger und Tag kalkuliert,   heute  sind es  noch ca. 120 Liter  pro Tag.   In  Thüringen und  Sachsen  ist die Durchschnittsmenge  sogar noch  viel geringer, hier  sind es gerade mal 90 Liter  Wasser  täglich.

Derzeit  wird deshalb bei manchen Wasserversorgern  über eine sogenannte Wasserflatrate nachgedacht.  Wasser   könnte  dann pauschal  nach Haushalt  abgerechnet    werden.

Insgesamt soll  dies kein Aufruf zur Wasserverschwendung  sein,  sondern  zum sinnvollen Gebrauch.  In südlichen  Ländern  sieht  die Versorgung mit Trinkwasser selbstverständlich ganz anders aus,   hier muss gespart  werden.