- Details
- Veröffentlicht am Mittwoch, 28. Mai 2014 09:57
Wassersparen nicht übertreiben
Das Sparen von Wasser ist nicht immer notwendig, es kann sogar zu insgesamt höheren Kosten führen. Deutschland mit seinem gemässigten Klima, ist ein sehr wasserreiches Land. Das Wassernetz ist für eine bestimmte Durchflussmenge ausgelegt. Wenn zu wenig Wasser durch die Rohre fliesst, können sich Keime und Ablagerungen bilden und somit die Qualität des Wassers verschlechtern. Dies gilt für Trinkwasser und auch für Abwasserleitungen.
Natürlich ist die Qualität des Trinkwassers immer gewährleistet, die Wasserversorger spülen bei Bedarf die Rohe und Abwasserrohre mit Trinkwasser. Die Kosten dieser Spülung der Rohre werden natürlich auf die Abnehmer umgelegt und erhöhen die Preis für das Trinkwasser.
In 1991 wurde noch mit ca. 144 Liter pro Bürger und Tag kalkuliert, heute sind es noch ca. 120 Liter pro Tag. In Thüringen und Sachsen ist die Durchschnittsmenge sogar noch viel geringer, hier sind es gerade mal 90 Liter Wasser täglich.
Derzeit wird deshalb bei manchen Wasserversorgern über eine sogenannte Wasserflatrate nachgedacht. Wasser könnte dann pauschal nach Haushalt abgerechnet werden.
Insgesamt soll dies kein Aufruf zur Wasserverschwendung sein, sondern zum sinnvollen Gebrauch. In südlichen Ländern sieht die Versorgung mit Trinkwasser selbstverständlich ganz anders aus, hier muss gespart werden.
