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Wächterhaus  -  Erhalt durch Nutzung

Die Idee  des Wächterhauses ist es  leer stehende Immobilien  durch  Nutzung  vor einem weiteren Verfall  zu schützen.  Leer stehende Häuser werden  oft  durch  Vandalismus, Witterungsschäden u.ä.   sehr  schnell stärker geschädigt als  dies nötig wäre.  Wird  ein Immobilie bewohnt und genutzt,  so  wird  dies verhindert.

Viele Immobilien insbesondere in Ostdeutschland fanden nach 1990 durch  ein Überangebot keine Nutzung und standen leer,  hier setzte   die Idee des Wächterhauses  an.  Die Immobilien wurden  von den Eigentümern  für  einen geringen Mietzins  zur Verfügnung gestellt. Die Mieter  wurden zu Wächtern des Hauses, laufende Kosten wie Betriebskosten   wurden  von den Mietern übernommen.  Beispiele  für Wächterhäuser gab bzw.  gibt es in den Städten Leipzig,  Halle/ Saale, Chemmnitz, Dresden oder Zittau.

Die Immobilieneigentümer, welche  auch oft  weit weg wohnten,  wurden von der Sorge  wg. des Leerstandes befreit.  Sie kümmerten  sich darum  das die Haustechnik funktionierte  und  die Immobilie  bewohnbar war.

Beide Seiten  hatten so etwas davon, die Nutzer  günstige Mieten und  die Eigentümer die Sicherheit, dass sich der Zustand  der Immobilie nicht weiter verschlechterte. Diese Partnerschaft ist allerdings zeitlich begrenzt,   da das Ziel der Eigentümer die spätere Verwertung der Immobilie  am Immobilienmarkt bleibt.